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Kostenfreie Musikverwaltung mit Multiuser- und Mulitroom Funktion

Mit Subsonic, Mediamonkey und Logitech Mediaserver zur perfekten eigenen Mediathek published: 9. March 2018

Kostenfreie Musik- und Filmdatenbank im eigenen Netzwerk

Das Ziel:

  1. Ein zentraler Ablageort für Medien
  2. Komfortable Musikverwaltungssoftware für Bearbeitung, Sortierung, Playlisten
  3. Wiedergabe mit Multiuser-Zugriff und Rechtemanagement 
  4. Multiroomaudio für zeitgleiche Wiedergabe in verschiedenen Räumen und Steuerung aus allen Räumen und mobil.
  5. Multidevice-Unterstützung: Linux, Windows, Android, IOS,...

Die "Zutaten":

  1. Alle Musik- und Filmdateien werden in einem freigegebenen Ordner im Netzwerk abgelegt:
    Als "File-Server" kann jeder Windows-, LinuxPC, Apple, vorzugsweise jedoch ein NAS verwendet werden.
    Dazu kopieren wir alle Musik und Filmdateien (in Ordnern strukturiert) in den Netzwerkfreigabeordner und geben diesen im Netzwerk frei.
  2. Als Musikverwaltungssoftware kommt Mediamonkey zum Einsatz. Damit lassen sich in kurzer Zeit große Musiksammlungen sortieren und bearbeiten. Mediamonkeys kann Titel in Verzeichnisse sortieren, MP3-Dateien "taggen", passende Covers im Internet suchen und herunterladen uvm..
    Mit Mediamonkey können komfortabel Playlisten erstellt und automatisch (regelmässig und automatisiert) exportiert werden (dazu später mehr)
  3. Die Wiedergabe mit benutzerabhängigen Zugriffsrechten realisieren wir mit Subsonic / Madsonic / Libresonic. Dabei handeltes sich um plattformunabhängige javabasierte Musikverwaltungstools mit Steuerung über den Browser oder entsprechende Apps.
    Subsonic / Madsonic / Libresonic: Subsonic war Opensource-Software, Madsonic und Libresonic sind "Abspaltungen" von Subsonic die weiterhin Opensource sind. Alle 3 Programme haben im Grundsatz die gleichen Funktionen mit je ein paar kleinen Abwandlungen und Erweiterungen. Am besten alle 3 online testen und den eigenen Favoriten finden. Libresonic bietet die offensten Ansätze.
  4. Der kostenlose Logitech Mediaserver (LMS) wird zur latenzfreien Verteilung der Audiodaten im Netzwerk genutzt. Dazu installieren wir den LMS auf einem Netzwerkgerät. Als "Server" kann ein Raspberry PI, jeder WindowsPC, jeder LinuxPC oder ein vorhandenes NAS (z.B. Synology, Netgear, Openmediavault,...) dienen. 
  5. Durch den Einsatz des LMS können wir den Squeeze-Player und Squeezer verwenden die für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar sind. Es gibt Clients für Android, IOS, Windows, Linux, Apple, usw...

Die Realisierung:

  1. Netzwerkfreigabe erstellen und alle Mediendatein einfügen.
  2. Mediamonkey installieren und Mediendateien bearbeiten, sortieren, katalogisieren, automatisch Playlisten erstellen und automatisiert zyklisch in die Netzwerkfreigabe exportieren.
    Das Playlist-Verzeichnis sollte ausserhalb des eigentlichen Medienverzeichnisses liegen. Dadurch kann Mediamoneky den Medienordner automatisiert auf Änderungen prüfen und neue Daten in die Datenbank aufnehmen. Parallel dazu kann Subsonic den Playlistordner regelmässig scannen und somit die gleichen Inhalte wie Mediamonkey im Netzwerk zum Abruf bereitstellen.
  3. Subsonic installieren, Medienordner einrichten (dort auch den Playlistordner einbinden) , Benutzer einrichten,Medienverzeichnisse scannen und automatischen Scanvorgang einrichten.
  4. LMS installieren und starten
  5. Installation der Clients: Als Beispiel hier 2 Androidtelefone:
    Squeezer und SqueezePlayer für Android installieren und am LMS anmelden.
    DSub für Android installieren und Zugriff auf Subsonic einrichten. Auf die Subsonicdatenbank zugreifen und Titel wiedergeben. Von Dsub an alle LMS-Clients verteilen.

Zeitaufwand inkl. Downloads, Installation und Konfiguration: ca. 2h
Schwierigkeitsgrad: nicht ganz trivial, aber auch für Nichtcomputerfreaks mit einer Suchmaschine realisierbar.
Lerneffekt: Maximal ! Da ist ALLES drin was Spass macht: Netzwerk, Datenbanken, JAVA, Javascript, Webserver, Mediendateien...

Anmerkung:

Alte Androiden liegen inzwischen in jedem Haushalt meist mehrfach in den Schubladen und können so ein 2.Leben als Mediaplayer beginnen. Die notwendigen Apps sind nicht leistungshungrig und laufen auch auf älteren Modellen. Die Geräte werden dadurch zu Player und Fernsteuerung in Einem. Über den Kopfhöreranschluss oder die Bluetoothschnittstelle kann der Sound auf  Verstärkern, Hifi-Anlagen und Bluetooth-Lautsprechern ausgegeben werden.

Raspberry PI Einplatinencomputer bieten sich ebenfalls als Player an. Bieten aber auch die Möglichkeit alle Serverfunktionen zu übernehmen. Raspberry PI + Max2play arbeitet als:

  1. Fileserver (mit zusätzlicher USB-Festplatte)
  2. Logitech Mediaserver
  3. Squeeze-Player / LMS-Client
  4. Subsonicserver
  5. KODI Mediacenter (Wiedergabe von Filmen, Musik, OnlineTV, PVR, usw...) mit Ausgabe über HDMI an TV und Beamer

 




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